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Sina

Der Hund der mein Leben am nachhaltigsten beinflusste: “Padberg und Wenn´s Sarah” gen. SINA, geb. Okt. 1990, HD-frei, SchH3, niedersächsischen Wesenstest bei Frau Dr. Feddersen-Petersen bestanden mit 222 Punkten (Bestpunktzahl!)Sina_trans
Sina habe ich bekommen als sie bereits 1,5 Jahre alt war. Meine vorherige Hündin verlor ich durch einen tödlichen Autounfall. Sina wurde mir daraufhin von dem 1. Vorsitzenden des 1.ASTC angeboten. Sie zeigte eine enorme Arbeitsfreude, wie fast alle Staffords, aber eben auch nervliche Probleme bei der “Aus-Phase” Sie hatte nie ein konfliktfreies Lösen vom Arm gelernt. Nachdem wir vergeblich alle “üblichen” Methoden ausprobierten, kamen wir irgendwie darauf, völlig unüblich, ihren ausgeprägten Futtertrieb dazu zu nutzen. Jeder Schutzdienst wurde von da an mit einer “Bifi” bemacht. Unser Training zeigte Erfolg und so bestanden wir innerhalb eines Jahres die SchH 1 - 3. Mir waren die Grenzen dieser Ausbildung, meines Hundes und mir bewußt und so war die erste abgelegte SchH3 auch gleichzeitig unsere letzte Prüfung. Unterordnung war mit ihr immer eine wackelige Angelegenheit. Sie wollte arbeiten und durch dieses Wollen wurde sie unwahrscheinlich unsauber. Jeglichen Zwang (damals war das noch “normal”) setzte sie in noch mehr Trieb um, Loben war tödlich - da flippte sie völlig aus! Starkes Bedrängen, schräges Vorsitzen mit Bodytouch, das Hochwerfen und durchknautschen des Holzes, oder noch schlimmer Abliefern beim Richter waren nur ein paar “Normalitäten” Meine Unerfahrenheit taten ihr übriges, und so war ich froh die UO überhaupt zu bestehen. Nachdem wir ihr in der Fährte einmal deutlich gemacht haben, das sie diese Spur bitteschön zu suchen hatte, wurde sie ein sehr zuverlässiger Sucher. Teilweise übertrieb sie es dann auch, so dass ich Bedenken hatte die Fährte nicht in der vorgegebenen Zeit zu beenden.
Die Ausbildung mit ihr gestaltete sich nicht gerade einfach, meine Unerfahrenheit, Unverständnis und die ersten Anzeichen der “Kampfhundehysterie” taten ihren Teil dazu bei. Ich weiss, das Sina mit mir einiges durchstehen mußte, und ich mit -und an ihr- am meisten gelernt habe. Das wichtigste was ich aus dieser Zeit mitnehme, ist auf jeden Fall, das Rückgrat zu haben, jedem “Ausbilder”, “Trainer” und “Helfer” meine Grenzen und Fähigkeiten aufzuzeigen und das Selbstverständnis, meinem Hund nur soviel zuzumuten, das ich ihm abends noch mit gutem Gewissen ins Gesicht blicken kann!
Ausser normalen Alterserscheinungen, wie Schwerhörigkeit und steife Gelenke nach dem Aufstehen war sie bis zu ihrer letzten Nacht noch immer pupsfidel. Die Zähne waren nicht mehr so schön wie früher und am rechten Hinterlauf hatte sie ein Mastozytom, welches sie aber nicht weiter beeinträchtigte.
Es ist eine wirklich schöne Erfahrung einen so alten Hund zu besitzen. Man kennt sich in und auswendig, weiss sich genau einzuschätzen und hat eine nahezu unnatürliche Vertrautheit.

Am 27.01.07 musste ich innerhalb weniger Stunden, trotz ihres Alters plötzlich und unerwartet, von ihr Abschied nehmen. Die letzten Stunden verbrachten wir gemeinsam in hoffnungslosen Wünschen. Viele hilflose Tränen sind in dieser Nacht geflossen bis ich die Stärke hatte ihr den letzten Liebesdienst zu erweisen. In meinen Armen tat sie ihren letzten Atemzug. Wir haben sie in unserer Nähe begraben - vergessen werde ich sie nie. 

Zu ihrem 10ten Geburtstag schrieb ich ihr dieses Gedicht:

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10 Jahre schon lebst Du bei mir,
10 Jahre, dafür dank ich Dir!
Hast alles mit mir mitgemacht,
mit mir geweint, mit mir gelacht!

Warst immer da wenn ich dich brauchte,
küsstest mich, selbst als ich rauchte!
Der Umzug damals, dir war´s egal,
Dein Korb stand schräg an dem Regal,
Du hast Dich trotzdem reingelegt,
und Dich die nächsten Stunden nicht bewegt!

Egal was kam, Dir war es Schnurz,
ließt höchsten mal nen leisen Furz,
und schaust mich dann entrüstet an
„Wie mir das nur passieren kann!“
Ohne Worte sprichst Du Bände,
leckst mir selig meine Hände,
hörst zu und schweigst und denkst dabei,
„Was soll eigentlich die Laberei?“
Viel lieber sollte ich jetzt kraulen
und Dir nicht die Ohren vollmaulen.

Wo Du es magst das weiß ich ja:
am Ohr, am Bauch, am Po und da
Ja, hier und dort, und jederzeit,
bist Du zum Schmusen gern bereit!
Da sitzt Du nun und schaust mich an,
rückst noch ein Stückchen näher ran,
legst mir den Kopf vertraut aufs Bein,
und atmest laut und hörbar ein.

Deine Schnauze ist schon grau,
in meinem Magen wird es flau!
So langsam sieht man es Dir an,
das man die Zeit nicht halten kann.
Ein bisschen moppig bist Du auch,
manchmal sieht man Deinen Bauch.

Mit ruhigem Schritt gehst Du nach draußen,
man kann auch schreiten, warum laufen?
Deine Augen tränen immer wieder,
grau sind auch schon Deine Lider!
Deine Lieblingsstelle ist im Garten,
da kann ich manchmal lange warten,
wenn Du in der Sonne liegst,
Dir nicht einmal den Kopf verbiegst
Während ich dich bitte reinzukommen,
torkelst du dann ganz benommen
und schaust mich an mit diesem Blick
der sagt: „Frauchen, Du bist verrückt!
Laß mich doch liegen wo ich war,
die Sonne wärmt mich, ist doch klar,
das tut auch meinen Knochen gut,
und gibt mir wieder neuen Lebensmut!

Hast Du die Schnecke dort gesehen?
Sie schaffts noch langsamer als ich zu gehen!
Die Maus im Beet hab ich vernommen,
der Schmetterling ist auch gekommen,
hat sich ganz leicht auf meinen Schwanz gesetzt,
als ich wedelte, war er entsetzt!
Dann hab ich noch nen Floh erwischt,
der dachte es wär aufgetischt!
Der Käfer krabbelt mich am Bauch,
na gut, dann kratz ich mich da auch!“

Ach Sina, du wirst langsam alt,
bei dem Gedanken wird mir kalt!
Eines Tages ist es soweit,
dann gehst Du in die Ewigkeit,
man sagt: Du gehst ins Licht,
Du weißt ich vergeß Dich nicht!
Deinen letzten Platz, versprech ich Dir,
bekommst Du in unserem Garten hier,
oben in Deiner Lieblingsecke,
gleich neben der Holunderhecke.
Dann kann ich Dich abends sehen,
wenn wir ohne Dich zum schlafen gehen.

Doch im Moment, das macht mich glücklich
Liegst Du im Korb, noch ganz gemütlich.
Schnarchst mal wieder furchtbar schlimm,
ich lächel weil ich glücklich bin!


Hier ein wunderschönes Lied:
(Klick auf den Pfeil)
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Pit Bull Blues von John Shipe

People see me walking down the street, they all run and hide.
I used to take it personally, now I take it in stride.
I‘ve got nothing against no one, I wouldn‘t hurt a fly.
But People seem to think I‘m mean, and here‘s why, here‘s why

I‘m a Pit Bull, a big brown red nosed Pit Bull
a tooth-baring muscle-bound pit bull,
I look like I could tear the steel of a locomotive freight train.

People park three spaces away when I‘m waiting in the car.
All the kids in the neighborhood, they never walk through my yard.There‘s a rumor flowing round the country, that I ate three cats.
But I swear from the bottom of my canine heart, I didn‘t do that, no, I didn‘t do that!

But I‘m a Pit Bull, a big brown red nosed Pit Bull
a tooth-baring muscle-bound pit bull,
I look like I can dig a hole through a concrete block.

I got this Pit Bull Blues, all I wanna do is sniff your shoes.
I ain‘t no killer hound, no, I‘m the friendliest dog in town.

You say the sound of my barking could break through arctic ice
But deep down I‘m a pussycat, I‘m just trying to be nice.
In case you didn‘t notice I‘m wagging my tail at the speed of light,
no matter what I do, I‘m accused of looking for a fight.

Yeah, ‚cause I‘m a Pit Bull, a big brown red nosed Pit Bull
a tooth-baring muscle-bound pit bull,
I look like I could crush a cannonball in my jaws.

I couldn‘t do any of these things

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