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Das interessiert mich auch immer, wie sehen die eigentlich aus? Wie leben die? Also möchte ich Eure Neugier wenigstens etwas befriedigen: Seit über 20 jahren Jahren machen wir Hundesport, viele Jahre mit anderen Rassen. Roland war 25 Jahre Mitglied im Pinscher und Schnauzer Klub und führte und züchtete erfolgreich Riesenschnauzer. Ich machte meine ersten sportlichen Erfahrungen mit einer Rottweilerhündin ohne Papiere und dann mit American Staffordshre Terriern. 10 Jahre lang war ich aktives Mitglied des 1.ASTC, legte in der Zeit mit meiner “Sina” die ScHH 3 ab und zog einen Wurf Staffords unter dem Zwingernamen “Studebaker´s”. Nachdem wir irgendwann mit der Leistungsfähigkeit, bzw. Gesundheit unserer Rassen nicht mehr zufrieden waren, versuchten wir es noch einmal mit Rottweilern und merkten doch bald, das auch diese Hunde nicht das waren, was wir uns von einem sozialverträglichen und sportlichen Familienhund vorstellten. Dann endlich waren wir soweit, dass wir uns entschlossen, einen Malinois zu kaufen. Es blieb nicht bei dem einen! Inzwischen leben 3 Malinoishündinnen bei uns. Wir haben diesen Schritt noch nie bereut. Alle drei sind auf ihre Art so verschieden, aber allen ist eines gemeinsam: eine unwahrscheinliche Arbeitsfreude, eine extrem hohe Führerbindung und eine sehr hohe Sozialverträglichkeit. Es sind einfach phantastische Hunde!!
 Im Laufe der Jahre versuchten wir soviel wie möglich über verschiedene Ausbildungsmethoden zu lernen. Noch nie gehörten wir zu den Leuten, die der Meinung sind, dass es nur eine richtige Methode gibt, sondern wir versuchen immer mit jedem Hund zielorientiert nach seinen Veranlagungen und Möglichkeiten zu arbeiten. Gute Ausbildung wird nicht immer nur durch schlaue Bücher oder die Sieger irgendwelcher Ausscheidungen betrieben, sondern vielfach auch durch ganz normale Hundler. die eben aus irgendwelchen Gründen nicht “ganz groß rauskommen”, und eben bei solchen Hundlern lernten wir die ersten Schritte. Martin Jäkel, Ernst Helmker, Irith Pauli waren nur drei davon, von denen wir viele gute Sachen lernen konnten. Nach und nach besuchten wir Seminare bei verschiedenen Ausbildern, so waren wir zB mehrmals bei Gottfried Dildei, Roland Seibel, Heinz Sadel, Dr. Barbara Schöning, Bart Bellon, Knut Fuchs u. a. Jede Methode hat ihre Berechtigung und wir haben so die Möglichkeit, uns von jedem, das für uns passende, rauszupicken und anzuwenden. Ich selber bevorzuge zum Aufbau eines Hundes die Methode von Gottfried Dildei. Sie ist für mich verständlich, logisch und vor allem händelbar Etwas mehr darüber könnt ihr unter Ausbildung lesen. Auf den folgenden Seiten werde ich Euch jede einzelne unserer Mädels vorstellen. Vielleicht haben wir nur Glück gehabt das unsere Hunde so sind, wie sie sind? Vielleicht haben wir auch ein großes Stück dazu beigetragen das sie so sind wie sie sind. Auf jeden Fall sind wir sehr froh und glücklich, das sie so sind wie sie sind! Vielleicht erwarten einige Leser hier nun eine höchst komplizierte Abhandlung über die Geschichte und das wahre Wesen des Malinois. Tut mir leid, das werdet ihr hier nicht finden. Es gibt einige sehr gute Seiten über den Mali, auf denen ihr diese ganzen Informationen bekommen könnt. Schaut einfach in meine Linkliste, da findet ihr alles was ihr dazu braucht.
Ich werde mich auch hüten, hier Weisheiten loszulassen die da lauten "Der Mali ist nicht für die Familienhaltung geeignet" "Er ist nur als Sporthund einsetzbar" "Er ist extrem führerweich" oder "Er ist extrem führerhart". Denn das alles ist , soweit ich es bisher erlebt habe, immer von dem Individuum Hund abhängig. Ich habe bereits Malinois kennengelernt, die wunderbare Familienhunde sind, ebenso welche, die dazu absolut ungeeignet sind! Alle Malis besitzen auf jeden Fall, bei richtiger Aufzucht und Sozialisierung, eine sehr hohe Führerbindung, sie wollen bei Dir sein, mit dir leben, Dir gefallen. Sie sind immer bemüht es Dir recht zu machen, buhlen um Deine Aufmerksamkeit und haben Dich jederzeit im Blick. Wenn sie daran gewöhnt sind, sind sie, bei ausreichender Bewegung und Beschäftigung, problemlos im Haus zu halten.
In unserem Haus leben 4 Malihündinnen des Jahrganges 2000 bis 2009. Luna und Beasty sind bereits “berentet”, Fly und Cajou sind aktiv und Facette ist meine selbstgezogene Junghündin. Ausserdem gab noch unsere Oma, meine Staffordhündin “Sina” die ich im Januar 2007 mit 17 Jahren über die Regenbogenbrücke begleiten musste. Und natürlich nicht zu vergessen die unnachahmliche Fräulein Helene! Wer sie kennenlernen möchte, der kann sie hier besuchen: Fräulein Helene Zwackelmann Helene hat inzwischen übrigens Verstärkung bekommen: Uschi. Und, man mag es kaum glauben, heimlich durchzieht eine Bullywelle die Maliszene. Aus unserem letzten Bulldoggenwurf sind 4 Welpen als “Beistellhunde” in Malinoisfamilien gezogen.
Beim Spaziergang sind wir meistens mit mehreren Hunden gleichzeitig unterwegs, immer in verschiedenen Kombinationen. Sie vertragen sich untereinander ebenso wie sie mit fremden Hunden freundlich bis desinteressiert umgehen. Wir legen grossen Wert darauf, das sie Kontakt zu verträglichen Artgenossen haben und auch mit fremden Hunden spielen und toben, auch mit fremden Hündinnen haben wir keine Probleme. Man muss seinen Hund nur kennen und einschätzen können Ich habe natürlich auch schon andere “Exemplare” gesehen, welche die sich eben nicht so gut verstehen wie unsere, welche, die sehr stur oder extrem führerweich sind, welche die ein relativ hohes Aggressionspotential haben. Aber trotzdem glaube ich, das der Malinois an sich, ein wirklich zuverlässiger, arbeitsfreudiger Hund ist, der sich enorm an seine Familie bindet und stets bemüht ist seinem Chef zu gefallen! Er ist sehr sensibel was die Stimmung seines Hundeführers angeht, er ist lauffreudig und immer “im Gange”. Wenn er jedoch gewohnt ist im Haus zu leben, wird er sich auch hier problemlos einfügen. Unsere Mädels leben im Zwinger und werden täglich für mehrere Stunden mit ins Haus genommen. Da sitzen sie dann wie alle anderen Hunde auch neben uns beim Essen und gucken uns jeden Bissen in den Hals, sie inspizieren die Mülleimer, ob nicht doch noch etwas fressbares dabei ist, sie liegen mit uns vor dem Kamin und lassen sich den Pelz wärmen, und sie liegen mit uns vor dem Fernseher und schauen langweilige Filme. Inzwischen schlafen alle Malis nachts mit bei uns im Haus. Jede liegt auf ihrem Kissen und freut sich im warmen zu liegen.
Im Zwinger sind sie ruhig aber wachsam, ungesehen kann sich niemand unserem Haus nähern. Trotzdem sind sie wesentlich ruhiger als einige andere Hunde die wir bisher hatten. Die Malis sind bisher die unkompliziertesten Gebrauchshunde die wir hatten.
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